Kohortenstudie · 2018

Häufiges Saunieren ging mit geringerem Schlaganfallrisiko einher

Prospektive Kohorte zum Schlaganfallrisiko bei Männern und Frauen. Die Ergebnisse blieben stabil, auch wenn die ersten zwei Jahre Follow-up oder Personen mit Vorerkrankungen ausgeschlossen wurden. Publiziert in einem der führenden neurologischen Journale.

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Kunutsor, Laukkanen und Laukkanen untersuchten in einer prospektiven Kohortenstudie eine Zufallsstichprobe der finnischen Allgemeinbevölkerung, Frauen wie Männer; erschienen ist die Arbeit 2018 in Neurology. Es war die erste prospektive Auswertung zu Saunanutzung und Schlaganfall, die beide Geschlechter einschloss. Mehrere Sensitivitätsanalysen sollten gegen umgekehrte Kausalität absichern.

Gegenüber seltenerer Nutzung ging häufiges Saunieren mit einem deutlich geringeren Schlaganfallrisiko einher. Zusätzlich rechneten die Autoren mit einer kombinierten Referenzgruppe aus Nichtnutzern und Menschen mit einem Gang pro Woche. Wie groß der Unterschied ist, nennen bislang nur Sekundärquellen, am Original ist die Zahl noch nicht geprüft. Sie steht deshalb hier nicht. Der Zusammenhang blieb bestehen, wenn die ersten zwei Jahre der Nachbeobachtung ausgeschlossen wurden, und ebenso ohne Personen mit Vorerkrankungen.

In einem begleitenden Leserbrief in Neurology wies der deutsche Neurologe J. G. Heckmann auf die üblichen Grenzen hin. Die Daten betreffen die finnische Trockensauna bei rund 80 Grad, nicht Infrarotkabinen bei etwa 60 Grad. Das Design ist beobachtend, und die Saunagewohnheiten können sich über die Jahre verändert haben.

Als mögliche Mechanismen diskutieren die Autoren einen gesenkten Blutdruck, eine verringerte Arteriensteifigkeit, eine verbesserte Endothelfunktion und eine gedämpfte systemische Entzündung. Die Arbeit erweitert die kardiovaskulären Befunde auf zerebrovaskuläre Ereignisse. Sie beschreibt einen relativen Unterschied innerhalb einer Bevölkerung und zeigt nicht, dass Saunagänge beim Einzelnen einen Schlaganfall verhindern.