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Kay-Uwe Hanusch, Charles Raison und Kollegen von der University of Arizona veröffentlichten diese offene Pilotstudie 2013 im American Journal of Psychiatry. 16 Erwachsene mit diagnostizierter Major Depression erhielten eine einzelne Sitzung Ganzkörper-Hyperthermie. Behandelt wurde mit einem medizinischen Infrarot-Hyperthermiegerät, nicht in einer Sauna. Eine Kontrollgruppe gab es nicht, ebenso wenig eine Placebo- oder Scheinbedingung.
Nach der einzelnen Sitzung waren die depressiven Symptome gegenüber den Werten derselben Personen vor der Behandlung geringer. Die Autoren prüften die thermoregulatorische Hypothese der Depression, also die Annahme, dass Menschen mit Depression schlechter abkühlen, und beschrieben einen Zusammenhang zwischen der Verbesserung und der Fähigkeit zur thermoregulatorischen Abkühlung.
Ohne Schein- oder Placebobedingung lässt sich nicht trennen, ob die Wirkung von der Hitze kam oder von den unspezifischen Begleitumständen einer Behandlung. Die Fallzahl war sehr klein. Genau diese Lücke sollte spätere, kontrollierte Forschung schließen.
Historisch ist die Arbeit der Ausgangspunkt der Forschung zu Hitze und Depression. Sie ist Vorgeschichte, kein Beleg: Sie zeigt nicht, dass Hitze eine Depression behandelt, sie lässt sich nicht auf die Sauna übertragen, und sie ist kein Grund, eine bestehende Behandlung zu ändern oder zu ersetzen.