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Janssen, Raison, Lowry und Kollegen führten zwischen Februar 2013 und Mai 2015 an einem universitären medizinischen Zentrum eine sechswöchige randomisierte, doppelblinde Studie mit Scheinbedingung durch; erschienen ist sie 2016 in JAMA Psychiatry. Die Teilnehmenden hatten eine Major Depression. 16 erhielten eine Ganzkörper-Hyperthermie, die die Körperkerntemperatur auf 38,5 Grad anhob, 14 eine Scheinbehandlung im selben Gerät mit Ventilatoren, Licht und minimaler Wärme. Das Personal für Screening und Endpunkterhebung war verblindet.
Gegenüber der Scheingruppe zeigte die aktive Gruppe signifikant niedrigere Werte auf der Hamilton Depression Rating Scale, und der Unterschied hielt bis zu sechs Wochen nach einer einzigen Behandlung an. Die Verblindung funktionierte: 10 der 14 Personen in der Scheingruppe glaubten, die echte Behandlung erhalten zu haben.
Die Fallzahl ist sehr klein. Behandelt wurde mit einem medizinischen Infrarot-Hyperthermiegerät unter ärztlicher Aufsicht, nicht in einer finnischen Sauna bei 80 bis 100 Grad. Die Ergebnisse sind physiologisch verwandt, lassen sich aber nicht auf den Saunagang übertragen. Über wiederholte Sitzungen sagt die Studie nichts.
Methodisch ist das die stärkste Arbeit im Feld Hitze und Stimmung, weil sie randomisiert, verblindet und scheinkontrolliert ist. Als möglichen Mechanismus diskutieren die Autoren wärmeempfindliche Nervenbahnen zu serotonergen Hirnregionen. Ein Behandlungsversprechen lässt sich daraus nicht ableiten, und ein Grund, eine bestehende Therapie zu ersetzen, ebenso wenig.