Randomisierte kontrollierte Studie · 2025

Infrarotwärme plus Verhaltenstherapie, keine Sauna: Machbarkeitsstudie

UCSF Osher Center, 30 Erwachsene mit Depression, acht Wochen kognitive Verhaltenstherapie kombiniert mit Ganzkörper-Wärmebehandlung. 86,2 % erfüllten bei der Abschlussuntersuchung die Kriterien einer Depression nicht mehr. Primärer Endpunkt war Machbarkeit und Akzeptanz, nicht Wirksamkeit - die 86 % sind deshalb ein vielversprechendes Signal, kein Wirknachweis. Genau so kommunizieren.

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Ashley Mason, Rhonda Patrick, Charles Raison und Kollegen vom UCSF Osher Center for Integrative Health und vom Weill Institute for Neurosciences führten diese randomisierte, einfach verblindete Studie durch, eingereicht im April 2025 und am 22. Oktober 2025 in Global Advances in Integrative Medicine and Health veröffentlicht. 30 Erwachsene mit Major Depression erhielten acht wöchentliche Sitzungen kognitiver Verhaltenstherapie per Videocall, kombiniert mit Ganzkörper-Wärmebehandlungen im Zwei-Wochen-Rhythmus in einer Infrarot-Kuppel. Die Wärme kam aus einem Infrarotgerät, nicht aus einer finnischen Sauna.

Primärer Endpunkt waren Machbarkeit und Akzeptanz, nicht die Wirksamkeit. Als sekundärer Befund erfüllten 86,2 % der Behandelten bei der Abschlussuntersuchung die Kriterien einer Major Depression nicht mehr. Die Studie hatte eine Kontrollbedingung, deren Einzelheiten in diesem Bestand aber nicht erfasst sind; die Zahl lässt sich hier deshalb keiner Vergleichsgruppe gegenüberstellen.

An diesem Punkt scheitern die meisten Sekundärberichte: Die 86,2 % sind ein sekundäres Ergebnis an 30 Personen aus einer Studie, die prüfen sollte, ob das Protokoll angenommen wird, nicht, ob es wirkt. Ein einarmiger Vorläufer hatte 16 Teilnehmende. Verwendet wurde das Gerät eines kommerziellen Herstellers, der die Ergebnisse aktiv bewirbt.

Vor allem zeigt die Studie, dass Patientinnen und Patienten das kombinierte Protokoll annehmen und durchhalten. Forschende an der UCSF testen den Ansatz mit einem vielversprechenden Zwischenergebnis; ein Wirknachweis ist das nicht, es zeigt nicht, dass Saunieren eine Depression behandelt, und es ist kein Grund, eine bestehende Therapie zu ersetzen.