Kohortenstudie · 2017

Häufigeres Saunieren ging mit geringerem Pneumonierisiko einher

Zusammenhang zwischen Saunahäufigkeit und Lungenentzündungsrisiko. Die inhaltliche Grundlage für alles, was heatdive zum Thema Infektabwehr sagt. Beobachtungsdaten, deshalb konsequent im Konjunktiv formulieren.

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Setor Kunutsor, Tanjaniina Laukkanen und Jari Laukkanen werteten Männer mittleren Alters aus Ostfinnland in der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD) aus, einer prospektiven Kohorte, und veröffentlichten die Ergebnisse 2017 in Respiratory Medicine. Endpunkt war die Lungenentzündung. Es war die erste prospektive Auswertung zu Saunanutzung und Lungenentzündung.

Gegenüber seltenerer Saunanutzung innerhalb derselben Kohorte ging häufigeres Saunieren mit einem geringeren Risiko einher, im Verlauf eine Lungenentzündung zu entwickeln. Hazard Ratios für diese Auswertung sind im hier verwendeten Eintrag nicht erfasst, eine Zahl steht deshalb nicht. Eine Folgearbeit von 2021 betrachtete hohe Fitness und häufiges Saunieren gemeinsam und diskutierte mögliche Folgen für Atemwegsinfektionen.

Es sind Beobachtungsdaten, nur von Männern. Der naheliegende Einwand gilt: Wer regelmäßig sauniert, ist womöglich ohnehin gesünder und weniger infektanfällig. Der Zusammenhang zeigt deshalb nicht, dass Saunieren einer Lungenentzündung vorbeugt.

Als mögliche Mechanismen diskutieren die Autoren eine verbesserte mukoziliäre Clearance, Hitzeschockproteine und eine veränderte Immunantwort. Das bleiben Hypothesen. Über bestimmte Erreger sagt die Studie nichts, und ihr Rahmen wurde inzwischen durch spätere Auswertungen derselben Kohorte mit einem breiteren Atemwegsendpunkt erweitert.