Interventionsstudie · 2007

Sechs Läufer, Sauna nach dem Training: 32 % länger bis zur Erschöpfung

Sechs Läufer, drei Wochen Sauna direkt nach dem Training, rund 31 Minuten bei 90 Grad. Die Zeit bis zur Erschöpfung stieg um 32 %, das Plasmavolumen um 7,1 %. Sehr kleine Stichprobe, aber die meistzitierte Arbeit zu Hitze und Ausdauerleistung. Immer mit n = 6 nennen.

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Guy Scoon, Will Hopkins, Simon Mayhew und James Cotter von der University of Otago und der AUT University in Neuseeland veröffentlichten diese Cross-over-Studie 2007 im Journal of Science and Medicine in Sport. Sechs männliche Mittel- und Langstreckenläufer durchliefen eine dreiwöchige Saunaphase, eine dreiwöchige Kontrollphase und drei Wochen Auswaschzeit. In der Saunaphase kamen sie im Mittel auf 12,7 Sitzungen von je rund 31 Minuten bei 89,9 Grad, jeweils direkt nach dem Training. Als Leistungstest diente ein Lauf bis zur Erschöpfung von etwa 15 Minuten im aktuellen Bestzeittempo über 5 Kilometer.

Gegenüber der Kontrollphase derselben Läufer stieg die Zeit bis zur Erschöpfung um 32 %, was die Autoren mit rund 1,9 % Verbesserung in einem echten Zeitfahren gleichsetzen. Das Plasmavolumen stieg um 7,1 %, das Erythrozytenvolumen um 3,5 %. Die Leistungsveränderung hing sehr eng mit der Veränderung des Plasmavolumens zusammen, was ein vergrößertes Blutvolumen als Hauptmechanismus nahelegt.

Die Stichprobe umfasst sechs Personen, nur Männer und nur hochtrainierte Läufer. Die 32 % beziehen sich auf einen Ausbelastungstest, nicht auf eine Wettkampfzeit; genau hier entsteht der häufigste Zitierfehler.

Die Studie ist die meistzitierte Arbeit zu Hitze und Ausdauer und zugleich eine der kleinsten. Ihr Cross-over-Design mit Auswaschzeit ist eine Stärke, ihre Stichprobengröße eine klare Grenze. Sie zeigt eine Reaktion bei sechs trainierten Männern unter diesen Bedingungen, keinen Leistungsgewinn, den andere erwarten können.