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Laukkanen, Mäkikallio, Kunutsor und Kollegen werteten Männer mittleren Alters aus der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD), einer langfristigen prospektiven Kohorte, auf einen einzigen Endpunkt aus: den plötzlichen Herztod. Erschienen ist die Arbeit 2018 in Progress in Cardiovascular Diseases. Wie frühere Auswertungen derselben Kohorte betrachtete sie kardiorespiratorische Fitness und Saunahäufigkeit gemeinsam.
Gemessen an Männern mit niedriger Fitness und seltener Saunanutzung hatten Männer, die kardiorespiratorisch sehr fit waren und drei- bis siebenmal pro Woche saunierten, das mit Abstand niedrigste Risiko für plötzlichen Herztod. Ihr Risiko lag auch deutlich unter dem von Männern mit nur einem der beiden Faktoren. Eine Hazard Ratio für diesen Vergleich nennt bislang nur die Sekundärliteratur, nicht das Original. Sie steht deshalb hier nicht.
Es sind Beobachtungsdaten, nur von Männern. Die Kohorte ist dieselbe wie in einer früheren Auswertung zu Fitness und Sauna. Die Arbeit ist damit keine unabhängige Bestätigung, sondern eine vertiefende Auswertung auf einen spezifischeren Endpunkt. Männer, die fit sind und häufig saunieren, unterscheiden sich vermutlich auch in anderem.
Als mögliche Mechanismen diskutieren die Autoren eine verbesserte autonome Balance und eine geringere Neigung zu Herzrhythmusstörungen. Das Muster passt zu der Lesart, dass Hitze und Bewegung nebeneinander stehen und einander nicht ersetzen. Dass eine der beiden Gewohnheiten beim Einzelnen einen plötzlichen Herztod verhindert, zeigt die Studie nicht.