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Søberg, Scheele und Kollegen von der Universität Kopenhagen, dem Rigshospitalet und dem Novo Nordisk Foundation Center for Basic Metabolic Research verglichen erfahrene Winterschwimmer mit einer Kontrollgruppe; erschienen ist die Arbeit 2021 in Cell Reports Medicine. Die Winterschwimmer waren junge, gesunde Männer, deren Routine zwei- bis dreimal wöchentlich Kaltwasserschwimmen und Saunagänge verband. Die Kontrollgruppe hatte keine regelmäßige Kälte- oder Hitzeexposition. Eingesetzt wurden PET-Bildgebung der Glukoseaufnahme im braunen Fett, Kühlprotokolle, Fettgewebsbiopsien und Messungen des Ruheenergieumsatzes an mehreren Testtagen.
Gegenüber der Kontrollgruppe hatten die Winterschwimmer eine niedrigere Kerntemperatur und im Komfortzustand keine messbare Aktivität des braunen Fettgewebes, während bei der Kontrollgruppe noch Restaktivität zu sehen war. Unter Kälte stieg ihre kälteinduzierte Wärmebildung stärker an als bei der Kontrollgruppe. Bei allen Teilnehmenden fiel die Hauttemperatur über dem Schlüsselbein nachts ab, bei den Winterschwimmern mit einem ausgeprägten Tiefpunkt zwischen 4:30 und 5:30 Uhr. Die Autoren deuten das als gleichzeitige Anpassung an Hitze und Kälte.
Die Stichprobe ist klein und umfasst nur Männer. Das Design vergleicht bestehende Gruppen, statt eine Intervention zuzuweisen, und die Gruppen unterscheiden sich möglicherweise auch in anderen Merkmalen. Die Studie kombiniert kaltes Wasser und Sauna und trennt damit den Beitrag der beiden nicht.
Belegt ist eine Anpassung der Thermoregulation, keine Gewichtsabnahme. Seniorautorin Camilla Scheele formuliert eine Gewichtsreduktion ausdrücklich als Möglichkeit, nicht als Befund, und nur für den Fall, dass die Nahrungsaufnahme nicht ausgleichend steigt.