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Joy Hussain und Marc Cohen von der RMIT University in Melbourne erstellten ein systematisches Review nach Cochrane-Kriterien, erschienen 2018 frei zugänglich in Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. Sie durchsuchten medizinische Datenbanken nach Studien ab dem Jahr 2000, die wiederholte Trockensauna-Anwendungen am Menschen untersuchten. Eingeschlossen wurden 40 klinische Studien, zusammen 3.855 Teilnehmende; das Verzerrungsrisiko jeder Studie wurde formal bewertet.
Die Mehrzahl der eingeschlossenen Studien berichtete günstige Effekte, allerdings mit sehr unterschiedlichen Endpunkten, was eine zusammenfassende Aussage erschwert. Als unerwünschten Effekt berichtete eine kleine Studie mit 10 Teilnehmern eine Störung der Spermienbildung, die nach dem Ende der Saunanutzung zurückging. Eine eigene Vergleichsgruppe hat das Review nicht, seine Befunde fassen die einzelnen Studien zusammen.
Die Autoren stellen ausdrücklich fest, dass die von Anbietern beworbenen Effekte nur unzureichend belegt sind: Entgiftung, ein gesteigerter Stoffwechsel, Gewichtsverlust, eine verbesserte Immunfunktion und besserer Schlaf. Die Behauptung, die Sauna entgifte den Körper, ist durch diese Studienlage also nicht gedeckt. Daten zu Häufigkeit und Ausmaß von Nebenwirkungen fehlen weitgehend, ebenso Angaben zur optimalen Dosis und zu den Gruppen, die am meisten profitieren.
Damit ist dieses Review das Korrektiv im Bestand. Es bestätigt eine insgesamt günstige Richtung und markiert im selben Zug, wo die Evidenz endet. Es ist der Grund, warum heatdive den Begriff Entgiftung nicht als Aussage verwendet, und es liefert keine Grundlage für eine Dosisempfehlung.