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Kunutsor, Laukkanen und Laukkanen erfassten die Saunagewohnheiten von 1.935 kaukasischen Männern im Alter von 42 bis 61 Jahren aus der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD), einer prospektiven Kohorte in Ostfinnland. Die Nachbeobachtung dauerte im Median 25,6 Jahre. Der Endpunkt fasste drei Erkrankungen zusammen: chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Asthma und Lungenentzündung. In dieser Zeit wurden 379 im Krankenhaus diagnostizierte Fälle erfasst.
Gegenüber Männern mit höchstens einem Saunagang pro Woche lag die Hazard Ratio bei 2 bis 3 Gängen bei 0,73 (95 % KI 0,58 bis 0,92), ein um 27 % geringeres relatives Risiko. Gegenüber derselben Referenzgruppe lag sie bei 4 und mehr Gängen pro Woche bei 0,59 (0,37 bis 0,94), ein um 41 % geringeres relatives Risiko. Adjustiert wurde für mehrere Hauptrisikofaktoren für Atemwegserkrankungen.
Es sind Beobachtungsdaten, nur von Männern und nur aus Ostfinnland. Der Endpunkt bündelt drei sehr unterschiedliche Erkrankungen und sagt deshalb wenig über jede einzelne. Die obere Grenze des Konfidenzintervalls liegt in der Gruppe mit 4 und mehr Gängen bei 0,94 und damit nah an der Signifikanzgrenze.
Die eigentliche Aussage ist die Staffelung, nicht die Einzelzahl: Die relative Risikoreduktion stieg mit der Häufigkeit von 27 auf 41 Prozent. Als mögliche Mechanismen diskutieren die Autoren eine verbesserte Lungenfunktion und mukoziliäre Clearance, eine verringerte Entzündung der Atemwege und eine Hitzeschockprotein-Antwort. Der Titel der Originalarbeit spricht von einem gesenkten Risiko, die Daten beschreiben einen Zusammenhang. Dass Saunagänge beim Einzelnen Atemwegserkrankungen verhindern, zeigen sie nicht.