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Laukkanen und Kollegen begleiteten in einer prospektiven Kohortenstudie 2.173 finnische Männer im Alter von 42 bis 61 Jahren ohne Krebsvorgeschichte, erschienen 2019 im European Journal of Cancer. Die Nachbeobachtung dauerte im Median 24,3 Jahre, in dieser Zeit traten 588 Krebsfälle auf, 27,1 % der Kohorte. Wiederholungsmessungen im Abstand von elf Jahren erlaubten es, Veränderungen der Saunagewohnheiten jedes Einzelnen über die Zeit herauszurechnen.
Gemessen an seltener Saunanutzung innerhalb derselben Kohorte zeigte die Saunahäufigkeit keinen Zusammenhang mit dem Gesamtkrebsrisiko. Auch bei Prostata- und gastrointestinalen Karzinomen fand sich kein Zusammenhang. In der altersadjustierten Analyse zeigte sich ein Signal bei Lungenkrebs, das nach vollständiger Adjustierung nicht mehr signifikant war.
Der Befund ist in beide Richtungen null: Die Daten zeigen weder einen Nutzen noch einen Schaden. Die Studie umfasst nur Männer und stützt sich auf eine einzige Kohorte. Die Autoren fordern ausdrücklich eine Replikation, insbesondere bei Frauen und in anderen Altersgruppen.
Der Nullbefund hat aus zwei Gründen Gewicht. Er greift eine reale Sorge auf, die Annahme, passive Hitze könne das Krebsrisiko erhöhen, und findet bei diesen Männern keinen Zusammenhang. Und er zeigt, dass die Arbeitsgruppe hinter den positiven Kohortenbefunden auch Ergebnisse veröffentlicht, die nichts zeigen. Dass Saunagänge vor Krebs schützen, belegt die Studie nicht, und Effekte in nicht untersuchten Gruppen schließt sie nicht aus.