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Kunutsor, Jae und Laukkanen werteten Männer mittleren Alters aus der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD) auf Lungenentzündungen aus; erschienen ist die Arbeit 2021 im European Journal of Clinical Investigation. Kombiniert wurden zwei Expositionen: die kardiorespiratorische Fitness, gemessen per Atemgasanalyse, und die selbst berichtete Saunahäufigkeit. Über median 26,6 Jahre wurden 529 Lungenentzündungen erfasst.
Einzeln betrachtet ergab hohe gegenüber niedriger Fitness eine Hazard Ratio von 0,75 (0,61 bis 0,91), häufiges gegenüber seltenem Saunieren 0,81 (0,68 bis 0,97). In der Vierfeldanalyse waren Männer mit niedriger Fitness und seltener Saunanutzung die Referenz. Ihnen gegenüber lag hohe Fitness allein bei 0,88 (0,65 bis 1,20) und häufiges Saunieren allein bei 0,89 (0,71 bis 1,13). Beide Intervalle schließen die Eins ein, keiner der Werte ist statistisch belastbar. Männer mit beidem hatten eine Hazard Ratio von 0,62 (0,48 bis 0,80), ein um 38 % geringeres relatives Risiko, und dieses Intervall bleibt unter eins.
Es sind Beobachtungsdaten, nur von Männern und aus derselben Kohorte wie die meisten finnischen Saunabefunde. Wer beides tut, unterscheidet sich vermutlich auch in Merkmalen, die nicht erfasst wurden. Die Arbeit erschien während der Debatte um Atemwegsinfektionen und COVID-19, was bei der Einordnung mitzudenken ist.
Die Aussage liegt in den Einzelgruppen: Keine der beiden Gewohnheiten zeigte allein ein belastbares Signal, die Kombination schon. Dass Saunagänge einer Lungenentzündung vorbeugen, zeigt das nicht. Es zeigt einen Zusammenhang, der bei diesen Männern erst dort sichtbar wurde, wo Training und Sauna zusammenkamen.