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Paul Hafen, Robert Hyldahl und Kollegen von der Brigham Young University in Provo stellten bei jungen Erwachsenen zehn Tage lang ein Bein ruhig; erschienen ist die Arbeit 2019 im Journal of Applied Physiology. In dieser Zeit erhielt der Muskel täglich zwei Stunden lokale Tiefenerwärmung per gepulster Kurzwellendiathermie, die die Muskeltemperatur um rund 4 Grad anhob. Das andere Bein erhielt eine Scheinbehandlung und diente als Vergleich. Die Modalität war ein lokales Gerät an einem Muskel, keine Sauna.
In der Scheinbedingung führte die Ruhigstellung zu deutlichen Verlusten bei der mitochondrialen Atmungskapazität und bei den Proteinen aller 5 Atmungskomplexe. Gegenüber dieser Scheinbedingung verhinderte die Wärmebehandlung diesen Verlust und schwächte den Muskelschwund ab. Die Hitzeschockproteine 70 und 90 stiegen an, ebenso PGC-1alpha, ein Regulator der Mitochondrienbildung.
Die Stichprobe ist klein, die Teilnehmenden waren jung und gesund, und die Studie dauerte nur zehn Tage. Lokale Diathermie ist keine Ganzkörperwärme. Die Übertragung auf die Saunanutzung ist eine Annahme, kein Befund. Weitere Zahlen zu Hitzeschockproteinen im Eintrag stammen aus einer verwandten Arbeit derselben Gruppe und stehen hier nicht als Ergebnis dieser Studie.
Die Arbeit überträgt erstmals tierexperimentelle Befunde zu Wärme und Muskelschwund auf den Menschen und öffnet die Frage nach Wärme bei Verletzung und Ruhigstellung. Mechanistisch ist sie stark, in der Modalität weit von der Sauna entfernt, und sie zeigt nicht, dass Saunagänge den Muskel während einer Ruhigstellung schützen.