Interventionsstudie · 1986

Hitze als abgestufte Belastung: Noradrenalin plus 100 bis 310 %

Noradrenalin stieg um 100 % bei 80 Grad, 160 % bei 100 Grad und 310 % bei feuchter Hitze bis zur subjektiven Erschöpfung. Adrenalin bewegte sich überhaupt nicht.

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Juhani Leppäluoto und Kollegen von der University of Oulu untersuchten acht gesunde junge Männer unter drei Hitzebedingungen; erschienen ist die Arbeit 1986 im European Journal of Applied Physiology. Die Bedingungen waren 80 Grad trocken bis zum subjektiven Unbehagen, 100 Grad trocken bis zum subjektiven Unbehagen und 80 Grad mit zunehmender Feuchte bis zur subjektiven Erschöpfung. Verglichen wurde jeweils mit den Ausgangswerten derselben Männer, eine separate Kontrollgruppe gab es nicht.

Gegenüber dem Ausgangswert stieg die Mundtemperatur in den drei Bedingungen um 1,1, 1,9 und 3,2 Grad, die Herzfrequenz um etwa 60, 90 und 130 %. Noradrenalin stieg um etwa 100, 160 und 310 %, Prolaktin um das Zwei-, Sieben- und Zehnfache. Adrenalin veränderte sich in keiner Bedingung, was gegen eine reine Stressreaktion spricht. Temperatur und Luftfeuchte bestimmten die Antwort stärker als die Dauer der Exposition.

Acht Männer und das Jahr 1986 ergeben eine kleine und ältere Grundlage. Die höchsten Werte stammen aus der Bedingung bis zur subjektiven Erschöpfung, die ein Studienprotokoll ist und ausdrücklich kein Nutzungsmuster. Die Messungen sind akut und sagen nichts über eine Anpassung im Zeitverlauf.

Der Wert der Studie liegt in ihrer Abstufung. Sie zeigt Saunahitze als abgestufte körperliche Belastung und nicht als Pause, mit einer Antwort, die mit Temperatur und Feuchte zunimmt. Was ein üblicher Saunagang beim Einzelnen bewirkt, beschreibt sie nicht, und für die Suche nach Erschöpfung in der Hitze liefert sie keine Grundlage.