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Petr Šrámek und Kollegen von der Karls-Universität Prag ließen junge Männer pro Bedingung eine Stunde lang halstief im Wasser sitzen, bei 32, 20 und 14 Grad; erschienen ist die Arbeit 2000 im European Journal of Applied Physiology. Als Vergleich diente eine Kontrollbedingung an Raumluft ohne Immersion. Weil dieselben Männer bei drei Wassertemperaturen untersucht wurden, ließ sich der Effekt der Kälte vom Effekt des Wasserdrucks trennen. Die Modalität war Kaltwasserimmersion, keine Sauna. Wie viele Männer teilnahmen, nennt das Abstract nicht.
Nach einer Stunde bei 14 Grad war Noradrenalin im Blutplasma um 530 % und Dopamin im Blutplasma um 250 % gestiegen, in einem Design mit Raumluft ohne Immersion als Kontrollbedingung; Adrenalin veränderte sich nicht. Bei derselben Temperatur stiegen die Stoffwechselrate um 350 %, die Herzfrequenz um 5 %, der systolische und der diastolische Blutdruck um 7 und 8 % und die Harnausscheidung um 163 %. Bei 20 Grad stieg die Stoffwechselrate um 93 %. Bei 32 Grad sanken Herzfrequenz, Blutdruck, Renin-Aktivität, Cortisol und Aldosteron. Die Autoren halten fest, dass keine der Wassertemperaturen das Cortisol erhöhte, und führen die Kälteantworten überwiegend auf eine gesteigerte Aktivität des sympathischen Nervensystems zurück.
Die Dopaminzahl wurde im Blutplasma gemessen, nicht im Gehirn, und ein Anstieg im Plasma belegt keinen Anstieg im zentralen Nervensystem. Die Exposition war eine Stunde bei 14 Grad bis zum Hals, kein Eisbad und keine zwei bis drei Minuten. Die Studie umfasst nur Männer, misst akute Reaktionen und sagt nichts über eine Anpassung. Eine Wiederholung mit dieser Messbreite ist nicht bekannt.
Die 250 % sind die meistzitierte Zahl der Kälteszene und gehören immer zusammen mit ihrer Exposition und ihrem Messort. Der größere Effekt im selben Versuch betraf Noradrenalin, nicht Dopamin.