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Roberts und Kollegen von der University of Queensland und Partnerinstitutionen veröffentlichten 2015 in The Journal of Physiology zwei verbundene Studien. Die Modalität ist Kaltwasserimmersion nach dem Krafttraining, keine Sauna. In der Trainingsstudie trainierten 21 körperlich aktive Männer über 12 Wochen zweimal wöchentlich die Beinkraft. Nach jeder Einheit folgte entweder ein 10-minütiges Kaltwasserbad bei 10,1 Grad oder ebenso lange lockeres Radfahren um 60 Watt. In der Akutstudie absolvierten 9 aktive Männer einbeinige Einheiten mit einer der beiden Bedingungen, Muskelbiopsien wurden vorher sowie 2, 24 und 48 Stunden danach entnommen.
Gegenüber der Kältegruppe legte die Gruppe mit aktiver Erholung stärker an Kraft und Muskelmasse zu: Die isokinetische Arbeit stieg um 19 %, die Querschnittsfläche der Typ-II-Fasern um 17 % und die Zahl der Zellkerne je Faser um 26 %, und diese Zuwächse zeigten sich nur mit aktiver Erholung. In der Akutstudie stiegen die Satellitenzellen mit dem Marker NCAM um 10 bis 30 % und mit Pax7 um 20 bis 50 %, 24 bis 48 Stunden nach aktiver Erholung; nach Kaltwasser stiegen die NCAM-positiven Zellen erst nach 48 Stunden. Die Autoren folgern, dass Kaltwasserimmersion die akuten Veränderungen dämpft, die das Muskelwachstum steuern, und dass ihr routinemäßiger Einsatz nach dem Training neu bewertet werden sollte.
Die Stichproben umfassen 21 und 9 Männer, trainiert wurden nur die Beine. Die Kälte folgte direkt auf jede Einheit, über einen Abstand von Stunden, über Kälte an trainingsfreien Tagen, über Ausdauertraining, Frauen, ältere Menschen oder Kälte außerhalb des Trainings sagt die Studie daher nichts. Verglichen wurde mit lockerem Radfahren, nicht mit Nichtstun.
Die Bedingung ist der Befund: Kaltwasser unmittelbar nach dem Krafttraining. Ohne sie wird aus einem präzisen Ergebnis die falsche Aussage, Kälte sei generell schädlich.