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Cain und Kollegen von der University of South Australia veröffentlichten dieses systematische Review mit Meta-Analyse 2025 in PLOS ONE, vorab bei PROSPERO unter CRD42024500591 registriert. Eingeschlossen wurden randomisierte Studien an gesunden Erwachsenen ab 18 Jahren, die kaltes Wasser als Dusche, Eisbad oder Tauchbad bei höchstens 15 Grad und mindestens 30 Sekunden nutzten. Die Modalität ist Kaltwasserimmersion und Kaltdusche, keine Sauna. 11 Studien mit 3177 Teilnehmenden erfüllten die Kriterien; 10 arbeiteten mit Bädern und 1 mit Duschen, bei Wassertemperaturen zwischen 7 und 15 Grad und Anwendungen von 30 Sekunden bis 2 Stunden.
Die gepoolten Werte vergleichen dieselben Personen vor und nach der Kälte. So gemessen lagen die Entzündungsmarker unmittelbar danach höher, mit einer standardisierten Mittelwertdifferenz von 1,03 (0,37 bis 1,68), und nach einer Stunde weiterhin, mit 1,26 (0,59 bis 1,94). Das weist auf eine akute Entzündungsantwort hin. Stress war nach 12 Stunden geringer, minus 1,00 (minus 1,40 bis minus 0,61), zeigte aber unmittelbar danach sowie nach 1, 24 und 48 Stunden keinen belastbaren Effekt. Für die Immunfunktion fand sich kein gepoolter Effekt. Schlafqualität und Lebensqualität verbesserten sich, die Stimmung nicht. Die beschreibende Zusammenfassung nennt 29 Prozent weniger krankheitsbedingte Fehlzeit bei Menschen, die kalt duschten; diese Zahl stammt aus einer Einzelstudie mit Kontrollgruppe, nicht aus der Meta-Analyse.
Die Hauptgrenze benennen die Autoren selbst: nur 11 randomisierte Studien, kleine Stichproben und wenig Vielfalt in den untersuchten Gruppen. 6 Studien prüften eine einzelne Anwendung, 5 setzten die Kälte nach körperlicher Belastung ein und vermischen damit Erholung und Kältewirkung. Die Protokolle unterscheiden sich stark, und keiner der gepoolten Werte ist ein Vergleich mit einer unbehandelten Parallelgruppe.
Zwei Befunde prägen, wie sich die Daten wiedergeben lassen. Die Entzündung stieg zunächst, statt zu sinken; als unmittelbarer Entzündungshemmer ist Kälte damit nicht belegt. Und der Effekt auf Stress zeigte sich erst nach 12 Stunden.