Randomisierte kontrollierte Studie · 2023

Infrarotkabine, keine Sauna, nach dem Training: weniger Muskelkater

Sechzehn Basketballer absolvierten eine schwere Krafteinheit und sassen danach 20 Minuten in einer Infrarotkabine bei 43 Grad oder 20 Minuten bei Raumtemperatur. 14 Stunden später war die Sprunghöhe nach Infrarot um 1,1 % gesunken, nach dem Sitzen um 5,0 %. Der Muskelkater war geringer, die wahrgenommene Erholung höher. Sprint, Beinkraft, Muskelschadensmarker und Schlaf unterschieden sich nicht. Infrarot, keine finnische Sauna.

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Ahokas und Kollegen von der Universität Jyväskylä und der Mid Sweden University führten ein randomisiertes Crossover durch, erschienen 2023 in Biology of Sport. 16 männliche Basketballer aus zwei Teams eines Vereins, im Mittel 18,9 Jahre alt, absolvierten zweimal im Abstand einer Woche dieselbe 60-minütige Kraft- und Plyometrie-Einheit mit Kniebeugen, Nordic Hamstring Curls und Beinpresse bei 90 bis 95 % des Einwiederholungsmaximums. Einmal folgten 20 Minuten in einer Infrarotkabine bei gemessenen 43 Grad (eingestellt auf 50, 21 % relative Luftfeuchte), einmal 20 Minuten passives Sitzen bei Raumtemperatur. Gemessen wurde bis 14 Stunden nach der Einheit.

Gegenüber passivem Sitzen ging die Infrarotsitzung mit einem geringeren Verlust an Sprunghöhe nach 14 Stunden einher: 1,1 % gegen 5,0 % (p = 0,009). Der Muskelkater auf einer Skala von 0 bis 12 lag direkt nach der Erholung bei 3,0 gegen 5,3 und nach 14 Stunden bei 2,9 gegen 5,2 (p = 0,005), die wahrgenommene Erholung auf einer Skala von 1 bis 5 bei 3,2 gegen 2,6 (p = 0,007). Sprint über 20 m, isometrische Beinkraft, Kreatinkinase, Myoglobin, Schlafdauer, Schlafqualität und nächtliche Herzratenvariabilität unterschieden sich zwischen beiden Bedingungen nicht.

Die Modalität war eine Infrarotkabine bei 43 Grad, keine finnische Sauna. Eine Verblindung ist bei Hitze nicht möglich. Die Studie umfasst 16 Männer aus einem Verein, eine einzige Sitzung und einen Horizont von 14 Stunden, und für die Herzratenvariabilität fehlten Daten mehrerer Teilnehmer. Die Autoren selbst beschränken die Übertragbarkeit auf kurze Erholungszeiten.

Das Ergebnis ist enger als die verbreitete Aussage, Hitze nach dem Krafttraining lindere Muskelkater: Muskelkater und Sprunghöhe bewegten sich, Kraft, Sprint und Muskelschadensmarker nicht.