Short read
Laatikainen-Raussi und Kollegen von der Universität Jyväskylä und dem Finnish Institute of High Performance Sport veröffentlichten die Studie 2026 in Temperature. 50 freizeitaktive Erwachsene, 32 Männer und 18 Frauen, absolvierten vier Gänge von je 10 Minuten in vier finnischen Saunen mit unterschiedlichen Öfen, mit 30 Minuten Pause dazwischen und freiem Aufguss nach den ersten 2 Minuten. Temperatur und Luftfeuchte wurden an sechs Punkten erfasst: auf 0,90 Metern über dem Boden, wo man sitzt, und auf 1,73 Metern, der typischen Kopfhöhe, jeweils in der Mitte und an beiden Seiten des Raums.
Gemessen an der Sitzhöhe in denselben Räumen war es auf Kopfhöhe heißer und trockener. Auf 0,90 Metern lag die Luft im Mittel bei 50,8 Grad und 53,8 % relativer Feuchte, auf 1,73 Metern bei 69,0 Grad und 27,7 %. Die Herzfrequenz stieg im Mittel um 41,6 Schläge pro Minute, die Kerntemperatur um 0,4 Grad. Temperatur und Luftfeuchte gingen jeweils für sich mit dem Anstieg einher: 1,40 Schläge pro Minute je Grad und 0,37 je Prozentpunkt Feuchte. Wie heiß sich ein Gang anfühlte, folgte vor allem der Temperatur.
Gemessen wurden zwei Höhen, keine einzelnen Bankreihen; eine Temperatur für eine bestimmte Bank liefert die Studie deshalb nicht. Die Gänge waren kurz, die vier Saunen und die Aufgussmengen verschieden, und die gemessenen Temperaturen lagen unter den in Studien üblichen 73 bis 95 Grad. Die meisten Teilnehmenden gingen regelmäßig in die Sauna, was laut Autoren ihr Hitzeempfinden geprägt haben kann.
Die Daten zeigen einen gemessenen Unterschied innerhalb eines Raums: Wo der Kopf ist, ist die Luft heißer und trockener als dort, wo der Körper sitzt. Sie zeigen außerdem, dass Luftfeuchte für sich belastet. Eine Rangfolge der Bänke oder eine Antwort darauf, wo jemand sitzen sollte, liefern sie nicht.